DRUCKEN

Pflegeangebote

Patient setzt sich mit Unterstützung vom Bett in den Rollstuhl.

Grundlage der Pflegekonzeption bilden die Achtung vor dem Menschen, das Respektieren seiner Würde, seiner Rechte und seiner Individualität sowie das Erreichen der größtmöglichen Zufriedenheit aufseiten der zu Pflegenden ebenso wie jener, die diese Pflege ausführen.

 

Gemeinsam mit der Patientin bzw. dem Patienten wird ein individueller Pflegeplan erstellt und dabei festgelegt, ob die Pflege vollkommen ersetzend, teilweise ersetzend oder unterstützend-beratend einzugreifen hat. Für eine bestmögliche Rehabilitation ist eine sehr gute Zusammenarbeit im interdisziplinären Team unerlässlich. Langfristiges Pflegeziel ist stets die größtmögliche Unabhängigkeit und Selbstständigkeit der Patientin bzw. des Patienten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Einvernehmen mit der Patientin bzw. dem Patienten kurz- und mittelfristige Ziele gesetzt.

  

Um die Pflegephilosophie im Rehabilitationszentrum Weißer Hof möglichst vollständig in die Praxis umsetzen zu können, wird Bezugspflege angeboten. So erhalten die Patientinnen und Patienten eine persönliche, auf die spezifische Verletzung oder Krankheit, auf ihre Probleme, Notwendigkeiten und Vorstellungen abgestimmte Pflege.

 

Das Pflegepersonal ist bestrebt, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen sowie den Patientinnen und Patienten durch ein freundliches Miteinander dabei zu helfen, Ängste abzubauen. Sie begleiten und unterstützten ganzheitlich und professionell in der jeweiligen Situation.

 

Folgende Pflegemaßnahmen werden angeboten: 

up

Sturzprophylaxe

Wer in seinem Bewegungsablauf beeinträchtigt ist, stürzt und fällt häufiger. Daher entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege für jede Patientin und jeden Patienten eine individuelle Sturzprophylaxe, die auf die jeweilige Verletzung sowie auf die persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt ist. 

up

Stoma- und Kontinenzberatung

Die Stoma- und Kontinenzberatung bietet Hilfe und Informationen in folgenden Belangen an:

  • alle Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz
  • alle Stomaarten
  • Umgang mit der PEG-Sonde
  • spezielles Selbständigkeitstraining im Umgang mit Blase und Darm
  • Schulung von Bezugspersonen oder Angehörigen im Umgang mit Blase und Darm  
up

Diabetesberatung

Bei Vorliegen eines Diabetes mellitus wird die Patientin bzw. der Patient im Rahmen des Aufenthaltes entsprechend geschult und informiert. 

up

Lagerungskonzepte

Um die für Druckgeschwüre gefährdeten Körperstellen zu entlasten, werden verschiedene Lagerungskonzepte wie jenes nach Bobath®, Kinästhetics® und Basale Stimulation® angewendet. 

up

Basale Stimulation®

Wenn Menschen infolge schwerer Unfälle in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigt sind, dient die Basale Stimulation dazu, sanft zu stimulieren und den Zugang zu Erinnerungen zu fördern. Dies geschieht über die Sinne Sehen, Hören, Spüren (z. B. stimulierende Körperpflege), Schmecken und Riechen. In Zusammenarbeit mit den Angehörigen kommen Düfte, Speisen, Musik und andere Dinge zum Einsatz, die die betreffende Person gerne mag. 

up

Interaktionsmodell nach Affolter

Diese Methode findet bei Patientinnen und Patienten mit Entwicklungsstörungen des Sprechens, der Sprache und Motorik sowie bei erworbenen zerebralen Schäden Anwendung.

 

  • Ziel ist die Verbesserung der Wahrnehmung, wodurch Folgendes erreicht wird:
    Verbesserung der Tonusregulation und der Körperhaltung
  • Reduktion der körperlichen Unruhe
  • Verbesserung der gezielten Bewegungskoordination
  • Verbesserung des Aktivitäts- und Handlungsniveaus
  • Verbesserung des Sprachverständnisses und der aktiven Sprachleistungen
  • Verbesserung der Reizverarbeitungskapazität
  • Verbesserung der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • besseres Zurechtfinden im Alltag und sinnvolleres Agieren  
up

Snoezelen

Durch einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele einschließt, soll in einer speziell gestalteten Umgebung Wohlbefinden ausgelöst werden. Intellektuelles Verstehen wird dafür nicht vorausgesetzt. Der Einsatz von Snoezelen kann positiv stimulierend auf die Psyche wirken und in einem ansprechenden und vertrauten Umfeld, auch unter aktiver Einbindung der Angehörigen, Erinnerungen wecken.

 

Ziele des Snoezelen:

  • Verbesserung der Lebensqualität
  • „Kontaktförderung“
  • Anregung zum „Selbst aktiv werden“
  • Kommunikationsmöglichkeit durch gezieltes Setzen von Sinnesreizen
  • Förderung von Vertrauen und Entspannung
  • „die Seele baumeln lassen“ oder „Urlaub vom Alltag“
  • Erweiterung des Erfahrungshorizontes  
up

Pflegeeinschulung bzw. Heimpflegetraining

Im Rahmen einer mehrtägigen Schulung und Anleitung von Angehörigen oder einer Bezugsperson, die die Versorgung der Patientin bzw. des Patienten zu Hause übernimmt, wird die weiterbetreuende Person in pflegerische Tätigkeiten eingewiesen. Ziel ist es, nach der Entlassung eine umfassende und qualitativ hochwertige häusliche Pflege zu ermöglichen.

  

Zusatzangebote: 

up

Therapeutic Touch

Therapeutic Touch ist eine komplementäre Methode und eignet sich besonders gut zur Unterstützung nach Operationen, bei Schmerzzuständen, nach Unfällen oder Verletzungen und zur allgemeinen Linderung von Stresssymptomen. 

up

Klangmassage nach Hess

Bei dieser Entspannungsmethode werden Klangschalen auf den bekleideten Körper aufgelegt und durch sanftes Anschlagen zum Schwingen gebracht. Dadurch können die ursprüngliche Harmonie des Menschen, eine Körperentspannung sowie eine positive Einstellung zum eigenen Körper erreicht werden. 

up

Aromapflege

Ein Krankenhausaufenthalt - sei es infolge eines Unfalls oder im Zuge einer Operation - stellt für Patientinnen und Patienten eine Ausnahmesituation dar. Um diese besser bewältigen zu können und Stress zu mindern, wird in unserem Haus Aromapflege angeboten. Dabei kommen ätherische Öle für Anwendungen wie Waschungen, Massagen, Einreibungen, Kompressen und Wickel zum Einsatz. Ätherische Öle pflegen die Haut, unterstützen die Abwehr- und Selbstheilungskräfte, dienen der Vitalisierung, entspannen und beruhigen. Auch die Heilkräfte der Pflanzenessenzen, beispielsweise deren krampflösende, schmerzlindernde oder entzündungshemmende Wirkung, werden dabei genutzt.